Norwegen-Wissenstest - das solltest du im Auswahlverfahren wissen


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Du interessierst dich für eine Ausbildung, ein Studium, oder eine Arbeit in Norwegen? Dann solltest du dich mit den wichtigsten Besonderheiten des Landes vertraut machen. Diese Fragen werden gerne bei deutschen und internationalen Arbeitgebern wie Siemens, dem Zoll, oder der Lufthansa gestellt. Denn gute geografische Kenntnisse sind in vielen Branchen von Vorteil.

Wissenswertes über Norwegen

Trotz seiner relativen Nähe zu Deutschland ist Norwegen ein Land mit vielen Besonderheiten. Sowohl landschaftlich als auch klimatisch und gesellschaftlich lassen sich hier einige sehr spannende Dinge beobachten. Von Nordlichtern über Fjorde bis hin zur besonderen Einstellung zum Alkohol: Norwegen ist ein interessantes Land.

Die Landschaft Norwegens

Mit einer Fläche von 323.802 Quadratkilometern erreicht Norwegen fast die Größe von Deutschland. Im Vergleich zu den über 80 Millionen deutschen Bürgern leben in dem skandinavischen Land allerdings nur etwas mehr als 5,2 Millionen Menschen. Vor allem der Norden Norwegens ist nur sehr dünn besiedelt.

Ein geografisches Markenzeichen des Landes sind die Fjorde. Tiefe Einschnitte in die Küste sorgen dafür, dass die Atlantik-Küstenlänge über 25.000 Kilometer erreicht. Würde es in Norwegen keine Fjorde geben, wäre die Atlantikgrenze mit 2650 Kilometern nur einen Bruchteil so lang. Der längste Fjord des Landes ist der Sognefjord, der allein auf 204 Kilometer kommt. Aber auch der Hardangerfjord mit 179 Kilometern und der Trondheimfjord mit 126 Kilometern sind beeindruckend anzusehen.

An der Küste von Norwegen findet sich allerdings nicht nur das eine oder ander Fjord. Die Region ist auch bekannt für Schären. Als Schäre wird eine kleine Insel bezeichnet, die in der Eiszeit im Norden Europa entstanden ist. Eine Schäre ist dabei oft Bestandteil einer Inselgruppe. Oft finden sich Dutzende kleine Inseln nebeneinander, die ganz unterschiedliche Größen haben können. Manche kommen nur auf ein paar Quadratmeter, andere erreichen sogar mehrere Quadratkilometer.

Dass die Eiszeit in der Landschaft Norwegens ihre Spuren hinterlassen hat, lässt sich auch an den vielen Flüssen und Seen beobachten. Allein die Seen lassen sich kaum alle zählen. Addiert man die Fläche aller Seen zusammen, kommt man auf eine Gesamtsumme von 17.900 Quadratkilometern. Dies entspricht fast der Fläche des Bundeslandes Sachsens. Der größte See des Landes ist der Mjøsa mit einer Fläche von 365 Quadratkilometern. 

Die vielen Flüsse und Seen sowie der Zugang zum Meer machen Norwegen zu einem Paradies für Angler. Ob Fjord- und Hochseeangeln oder eher Süßwasserangeln an einem See oder einem der Flüsse, in Norwegen wird jeder Angler fündig. Das Angeln gehört zur Lebenseinstellung der Norweger einfach dazu und gilt zudem als wichtiger Wirtschaftszweig des Landes. Nicht umsonst ist es in Norwegen deutlich einfacher, einen Angelschein zu erhalten als beispielsweise in Deutschland. Auch Touristen können sich problemlos und ohne lange Wartezeit eine Erlaubnis zum Angeln besorgen.

Das Klima des Landes

Im Gegensatz zur Annahme vieler Deutsche unterscheidet sich das Klima in Norwegen gar nicht so sehr von dem in Deutschland. Besonders im Süden des Landes ist das Wetter oft sehr ähnlich zu dem in Mitteleuropa. Im Sommer erreichen die Temperaturen hier oft 25 bis 30 Grad, wobei die Luft meist sehr trocken ist. Selbst im hohen Norden kann das Thermometer auf bis zu 25 Grad klettern.

Etwas anders sieht die Sache dagegen im Herbst und im Frühling aus. Hier unterscheiden sich die Temperaturen im Norden und Süden oft besonders stark. In dieser Zeit sind zudem auch die Temperaturunterschiede zwischen Nacht und Tag besonders groß.

Neben den Unterschieden zwischen Nord und Süd, ist das Wetter des Landes auch im Osten und Westen stark unterschiedlich. Die Küstenregionen sind durch den Golfstrom von milderen Temperaturen geprägt, was auch dazu führt, dass Regen deutlich wahrscheinlicher ist als Schnee. Im Binnenland wird es dagegen im Winter knackig kalt, wobei auch starke Schneefälle zum Alltag gehören.

Helle Sommer, dunkle Winter

Aufgrund seiner nördliche Lage gehört Norwegen zudem zu den Ländern, die besonders stark von den Zeiten der Sonnenwende betroffen sind. In den Sommermonaten führt dies zu sehr langen Tagen. Im hohen Norden wird es im Juli sogar fast gar nicht dunkel. Dagegen fallen die Tage im Winter besonders kurz aus. Der Dezember bildet hier den Höhepunkt, mit Tagen, an denen man das Gefühl bekommen kann, dass die Sonne gar nicht aufgeht.

Die langen Nächte im Winterhalbjahr sind daher auch besonders gut geeignet, um die Nordlichter beziehungsweise die Polarlichter zu beobachten. Polarlichter entstehen, wenn Teilchen des Sonnenwinds auf die Atmosphäre treffen. Sie lassen sich sowohl am Süd- als auch am Nordpol beobachten, wobei die Nordlichter vor allem nördlich des 60. Breitengrades anzutreffen sind.

Ähnlichkeiten und Unterschiede zu Deutschland

Sehr beliebt ist in Norwegen dabei das Campen. Ähnlich wie in Schweden gilt hier das Jedermannsrecht. Im Gegensatz zu Deutschland kann man also an jedem Ort sein Zelt aufschlagen, solange dieser sich nicht in Privatbesitz befindet und man 150 Meter Abstand zum nächsten Haus hält. Nicht eingeschlossen sind Reisemobile, die Campingplätze aufsuchen sollten.

Für Touristen ist es zudem wissenswert, dass in Norwegen immer noch eine eigene Währung existiert. Ähnlich wie Dänemark und Schweden gehört das Land nicht zur Eurozone. In Norwegen wird daher noch mit der Norwegischen Krone bezahlt. Auch zu den Mitgliedstaaten der EU zählt man sich nicht. Bei der letzten Abstimmung über einen Beitritt stimmten die Norweger 1994 mehrheitlich mit Nein.

Rein gesellschaftlich ähneln sich Deutschland und Norwegen allerdings trotzdem in einigen Belangen. Respekt, Höflichkeit, Sauberkeit, Ehrlichkeit und Pünktlichkeit sind Werte, die in beiden Ländern groß geschrieben werden. Auch legt man großen Wert auf das Einhalten von Gesetzen. Während Länder in Südeuropa etwas lockerer sind, sollte man in Norwegen beispielsweise immer ein Auge auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen haben. Zudem ist es keine gute Idee, angetrunken Auto zu fahren. Die Norweger haben eine kritische Beziehung zum Alkohol. Alkoholische Getränke sind deutlich teurer als in Deutschland und dürfen zudem nur in staatlich kontrollierten Geschäften, dem sogenannten Vinmonopolet, verkauft werden.

Norwegen und Eurovision

Ganz am Rande sei noch erwähnt, dass Norwegen auf eine stolze Eurovision-Geschichte zurückblicken kann. Insgesamt konnten die Wikinger 3 mal den Wettbewerb für sich entscheiden, zuletzt im Jahr 2009 mit Alexander Rybak und dem Song Fairytale.

Fazit

Weite Landschaften, ein abwechslungsreiches Klima, lange Sommertage und Winternächte: Norwegen hat einige Überraschungen parat, die man oft im Vorfeld gar nicht auf dem Schirm hatte. Themen wie Camping, Alkohol oder die Einstellung zur EU und dem Euro unterscheiden sich ebenfalls deutlich von den südlichen Nachbarn und machen Norwegen einmalig.



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